Der Kredit für Existenzgründer

Samstag, November 3, 2007 16:11
Posted in category Geld & Finanzen

Wer ein eigenes Unternehmen gründet muss vorher eine Menge bürokratischer Hürden überwinden. So müssen zum Beispiel die passenden Räumlichkeiten für die neue Unternehmung gefunden, die unterschiedlichen persönlichen und fachlichen Kompetenzen nachgewiesen sowie die verschiedenen Anmeldungen bei Stadtverwaltung, IHK, Handwerkskammer, Krankenkassen usw. vorgenommen werden.
Ein Beratung durch einen Steuerberater oder andere, kompetente Berater in Sachen Existenzgründung ist unbedingt anzuraten.
Doch bevor all diese Schritte auf einen Existenzgründer zukommen, benötigt er erst einmal eine solide Finanzierung für sein Vorhaben. Dabei sollte im Idealfall auch gewisses Eigenkapital vorhanden sein. Was viele allerdings nicht wissen – dieses lässt sich mit Hilfe des ERP-Darlehens der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) leicht aufstocken.

Das ERP-Darlehen, welches Gründer sogar noch bis zu zwei Jahre nach Gründung des Unternehmens bekommen können, wird für Investitionen in das eigene neue Unternehmen gewährt. Dazu zählen zum Beispiel die Betriebs- sowie Geschäftsausstattung oder u. U. auch die Kosten für Lagervorräte. Deshalb können auch bereits existierende Firmen diesen Kredit in Anspruch nehmen.

Um jedoch ein solches ERP-Darlehen erhalten zu können, benötigt der Gründer einen stabilen Businessplan, der die Tragfähigkeit und den wirtschaftlichen Nutzen seiner Idee nachweist. Doch auch wenn Sie Ihren Businessplan nach allen Regeln der Kunst zusammengestellt und so ein kurz-, mittel- und langfristiges Ziel vor Augen haben, sollten Sie ihn nicht in der Schublade verstauben lassen. Denn der richtige Unternehmer wird auch während der laufenden Geschäftstätigkeit die Daten des Businessplanes immer im Auge behalten, sie korrigieren oder anpassen. Denn nur so können Sie für Ihr Unternehmen einen langfristigen Erfolg auf der ganzen Linie erzielen. Schließlich können Sie nicht alle Ihre Ideen und Vorstellungen, wo Sie in drei, fünf oder zehn Jahren im Trubel des Tagesgeschäftes vergessen.

Steht das Konzept dann endgültig, folgt der meiste unangenehm empfundene Gang zur Bank – hier dann zuerst zur Hausbank. Wenn nicht ausreichend Eigenkapital zur Verfügung steht, lohnt sich insbesondere das bereits erwähnte ERP-Darlehen. Dies ist ein langfristiges Darlehen mit sehr niedrigen Zinssätzen, speziell für Existenzgründer, bei denen oft die finanziellen Mittel begrenzt sind. Der Vorteil des ERP-Darlehens liegt darin, dass es den Eigenkapitalanteil erhöht, denn es wird hierzu hinzugezählt. Das hat den Vorteil, dass sich weitere Kredite und Darlehen leichter aufnehmen lassen. Denn die Chance einen Kredit zu erhalten ist höher, je höher die Eigenkapitalquote ist. Auch dadurch, dass das ERP-Darlehen als Nachrangdarlehen gewährt wird, entsteht eine höhere Kreditwürdigkeit. Denn das heißt etwa, dass, wenn das Unternehmen einmal nicht mehr in der Lage ist, seine laufenden Darlehen und Kredite zu tilgen, alle anderen Gläubiger dem ERP-Darlehens-Gläubiger, also der KfW vorangestellt werden. Bevor also die KfW ihr Geld erhält, bekommen erst alle anderen Gläubiger ihren Teil. Auch den durchleitenden Hausbanken fällt die Entscheidung zugunsten eines ERP-Darlehens nur selten schwer, denn kann das Unternehmen seine hieraus entstehenden Verpflichtungen nicht mehr wahrnehmen, muss die Hausbank gegenüber der KfW nicht hierfür gerade stehen.

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1 Kommentar to “Der Kredit für Existenzgründer”

  1. Francesco says:

    Juli 10th, 2008 at 08:20

    Ich bin mir absolut sicher das man hier einige Kunden gefunden hat, die den ERP-Darlehen in Anspruch genommen haben.

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